|
Immer mehr junge Arbeitnehmer machen schlapp |
|
Bereits in jungen Jahren bestehen hohe Risiken!
Die aktuellen Krankenstände in den deutschen Unternehmen sind vielmehr eher niedrig. Kaum jemand möchte leichtfertig seinen Arbeitsplatz gefährden. Deshalb wird auch oft weitergearbeitet, selbst wenn eigentlich ein Arztbesuch oder Bettruhe angesagt wären. Besonders besorgniserregend ist, dass ungeachtet der Furcht um den Arbeitsplatz - oder gerade deswegen - die Zahl der psychischen Erkrankungen als Grund für Fehlzeiten in Deutschland mittlerweile auf Rekordniveau abgekommen ist.
Betroffen davon sind in alarmierender Weise vor allem junge Mitarbeiter zwischen 15 und 34 Jahren. Wie der Fehlzeitenreport 2010 der AOK zeigt, sind auffällig oft Menschen mit geringerer beruflicher Qualifikation gefährdet. Fehlzeiten wegen psychischer Erkrankungen häufen sich zudem bei Beschäftigten im Gesundheitswesen, in der öffentlichen Verwaltung und in den Wirtschaftszweigen Bildung, Kultur, Medien, Banken und Versicherungen. Meist sind es Angststörungen oder Depressionen. Viele Arbeitnehmer schweigen über ihre seelische Erkrankung, weil es ihnen peinlich ist, offen darüber zu reden.
Für die Unternehmen sind die psychischen Erkrankungen und die entsprechenden Fehlzeiten nicht nur ein ernstes menschliches Problem, sondern auch zur wirtschaftlichen Rechenfrage geworden. Solche Mitarbeiter sind im statistischen Durchschnitt an 23 Arbeitstagen im Jahr - also fast einen vollen Monat - arbeitsunfähig und fallen damit deutlich länger aus als etwa andere erkrankte Arbeitnehmer mit körperlichen Gebrechen. Ein zusätzliches Problem: Seelische Leiden können langfristig chronische psychosomatische Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Magengeschwüre nach sich ziehen und damit weitere Fehlzeiten verursachen.
DIE GEFAHR EINER SPÄTEREN BERUFSUNFÄHIGKEIT NIMMT ZU!
Quelle: vnr-verlag.de |