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Ein Pflegefall trifft die ganze Familie. Ohne Pflegezusatzpolice droht allen Beteiligten schnell die Überforderung – finanziell und persönlich.
In diesem Thema steckt sozialer Brennstoff: die Reform der Pflegeversicherung. Die Bundesregierung will „die Pflege verbessern“. Wie genau, weiß sie noch nicht. Auch der Begriff der Pflegebedürftigkeit soll neu geregelt werden. Und finanzierbar soll das Ganze auch sein. Eine Herkulesaufgabe, zumal in Zukunft aufgrund der demografischen Entwicklung immer weniger Pflichtversicherte immer mehr Pflegebedürftige finanzieren müssen. Aktuell gibt es in Deutschland 2,34 Millionen pflegebedürftige Menschen. „Prognosen zufolge werden es 2030 bereits 3,4 Millionen sein“, mahnt Oliver Nittmann von der AXA Krankenversicherung AG in Köln. Hinter diesen Zahlen verbergen sich persönliche Fragen: Mit welchen Kosten müssen Pflegebedürftige und ihre Familien rechnen? Weiß die Familie, dass sie eine Haftungsgemeinschaft ist? Was übernimmt die gesetzliche Pflegepflichtversicherung? Wie hoch ist die Versorgungslücke tatsächlich? Und wie sorge ich sinnvoll vor?
Wenig Pflegepersonal. „Das Thema Pflege ist in der Gesellschaft angelangt“, heißt es auch in einer Studie der Gothaer. Demnach kennen 69 Prozent der Bundesbürger Pflegefälle und ihre Begleiterscheinungen aus eigener Anschauung oder über Berichte aus dem Verwandten- oder Bekanntenkreis (siehe Grafik). Fest steht: Gute Pflege ist teuer. Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt in den kommenden Jahren zwangsläufig stark an. Gleichzeitig befinden sich die Pflegestrukturen im Umbruch. Zu einem immer größeren Problem wird der Mangel an ausgebildetem Pflegepersonal. „Wir warnen schon die ganze Zeit davor, dass künftig immer mehr Menschen im Alter Pflege brauchen werden“, betonte der Geschäftsführer des Deutschen Pflegeverbands, Rolf Höfert, gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Wir sind auf dem Weg in eine chaotische Situation“, meinte an gleicher Stelle auch Gudrun Gille, Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe.
Damit sich jeder Bundesbürger ein Bild der finanziellen Lage in der Pflegeversicherung machen kann, haben die Fachleute von MLP die Versorgungslücke ermittelt: 1.490 Euro pro Monat fehlen im Schnitt zur Deckung der Pflegekosten für eine Person in Pflegestufe III bei stationärer Betreuung. Zwar handelt es sich hierbei um ein Beispiel hoher Pflegekosten, da eine Unterbringung in Pflegeheimen sehr teuer ist. Doch selbst bei häuslicher Pflege in Pflegestufe II gibt es eine große Differenz zwischen gesetzlicher Versicherungsleistung und tatsächlichen Pflegekosten. „Auch bei täglich zweistündiger ambulanter Versorgung durch einen professionellen Dienst stehen monatlich 1.279 Euro Leistung aus der gesetzlichen Versicherung 2.700 Euro Pflegekosten gegenüber“, so Clemens Keller, Leiter Krankenversicherung bei MLP.
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Der komplette Artikel unter: http://www.procontra-online.de/2011/03/versicherungen/kinder-zahlen-fur-eltern/
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