Wie Paare für das Alter vorsorgen
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Die Studie „Psychologie der Altersvorsorge – Wie entscheiden Paare?“ zum Vorsorgeverhalten von Paaren erhebt nicht den Anspruch einer repräsentativen Untersuchung des Vorsorgeverhaltens von Paaren. Die Altersgrenze wurde von 25 bis 50 Jahre gezogen, wobei ein Haushaltseinkommen von brutto 30.000 bis 90.000 Euro im Jahr vorliegen sollte. Damit seien Haushalte untersucht worden, die zum einen für das Alter vorsorgen könnten und zum anderen vom Ruhestand zeitlich noch entfernt seien, sagte der Psychologe und Marktforscher Stephan Grünewald, einer der drei Autoren der Studie, vor der Presse in Berlin. „Bereits die Kombination der Worte Alter und Sorge konfrontiert unweigerlich mit der eigenen Sterblichkeit.“ Beliebt seien bei Paaren vor allem Produkte, die hohe Flexibilität im Alter versprächen und damit neben einer finanziellen auch eine psychologische Rendite gewährleisteten, ergänzte DIA-Sprecher Bernd Katzenstein zu den Studienergebnissen von Rheingold – Institut für qualitative Markt- und Medienanalysen. Der Tod wird ausgeblendet und der Ruhestand zum Dauerurlaub verklärt Andererseits demonstriere man durch vielfältige, aber häufig unkoordinierte Aktivitäten Beweglichkeit und Lebendigkeit. Man wolle mit seinen Finanzanlagen zeigen, dass man überhaupt etwas tue, denn damit könne man sich beruhigen. Im Ergebnis habe man sechs Verhaltensmuster herausfiltern können, wobei die Palette vom Sicherheitsdenker bis zum Angsthasen reiche. Gut jeder Zweite erweist sich als Hamsterer oder Umschichter Auf einen Anteil von ebenfalls 26 Prozent kommen die „planvollen Umschichter“ (49,5 Prozent männlich, 50,5 Prozent weiblich). Dieser Typus, der zu 47 Prozent über ein Eigenheim verfügt, erweist sich als sehr organisiert und ökonomisch versiert. In jeder Lebensphase würde die Altersvorsorge komplett umgestellt, erklärte Grünewald. „Beide Partner haben das beruhigende Gefühl, die Zukunft in der Hand zu haben.“ Viele agieren eher planlos Etwa jedes achte Paar ist den „abwartenden Angsthasen“ (44 Prozent männlich, 56 Prozent weiblich, 37,9 Prozent Eigenheim) zuzuordnen, die sich durch eine geringe Entscheidungsfreude „auszeichnen“. Deshalb würden viele Entscheidungen in einer ewigen Warteschleife verharren, während das Geld häufig auf einem Tagesgeldkonto angelegt werde. „Lockere Verteiler“ und „getriebene Jongleure“ runden das Bild ab Schließlich filterten die Wissenschaftler noch den „getriebenen Jongleur“ (sieben Prozent) heraus. Dieser ist typischer Weise männlich (58,6 Prozent) und verfügt über eine Immobilie (67,2 Prozent). Hier werde ständig mit unterschiedlichen Anlageformen experimentiert. „Die Vorsorge-Strategie ist vielseitig, wirkt aber zugleich unsystematisch“, erklärte Grünewald. Auffällig sei hier auch, dass die Partnerschaft nicht sehr innig und gefestigt erscheine. Autor: Manfred Brüss (Quelle:Versicherungsjournal 18.01.2012) |
Newsletter Februar 2012 - Wie Paare für das Alter vorsorgen
18.1.2012 – Dem Thema Altersvorsorge begegnen die Menschen heute mehr denn je mit großer Unsicherheit und zum Teil irrationale Strategien. Die gilt auch für das Vorsorgeverhalten von Paaren, wie aus der jüngsten, von der Deutschen Institut für Altersvorsorge GmbH (DIA) in Auftrag gegebenen Studie hervorgeht. Dabei wurden neben der klassischen Befragung von Psychologen auch intensive zweistündige Gespräche geführt. Im Ergebnis wurden sechs Verhaltensmuster herausgearbeitet.






