Wenn Krankenversicherer fusionieren


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In den letzten 12 Monaten sind zwei große Unternehmen der privaten Krankenversicherung durch Verschmelzungen von vormals vier Unternehmen entstanden. Was bedeutet das für die Versicherten?

Welche Unternehmen betrifft das?
Im vergangenen Jahr wurde die Mannheimer Krankenversicherung AG von der Continentalen Krankenversicherung a.G. übernommen. 12 Monate später, genau genommen am 15. August 2017, fusionierten der Deutsche Ring Krankenversicherung a.G. und die SIGNAL Krankenversicherung a.G. zur SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a.G.

Welche Konsequenzen haben diese Fusionen für die Versicherten?
Zunächst einmal gar keine. In der PKV gibt es ein zivilvertraglich geregeltes Bestandsrecht. Alle Versicherungsbedingungen und besonderen Vereinbarungen zum Vertrag behalten weiterhin ihre Gültigkeit. Dies gilt auch für die Zukunft.

Welche Vorteile gibt es für beide Seiten?
Aus Unternehmenssicht fördert es natürlich die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Versicherer erhoffen sich Kostenreduzierungen und damit eine Stärkung der Ertragslage. Durch die niedrigen Kapitalmarktzinsen reduzieren sich die Zinsgewinne und die Zahl der Vollversicherten steigt nicht mehr so stark wie früher. Somit müssen die Abschluss- und Verwaltungskosten sinken. Ein größeres Unternehmen kann folglich die Eigenkapitaldecke stärken, um sich gegen Risiken des Kapitalmarktes abzusichern.

Aus Sicht der Versicherten ergeben sich aber auch Vorteile. Schließlich wünschen sie die langfristige Erfüllbarkeit ihrer Versicherungsverträge und vor allem stabile Beiträge. Nun kommt noch ein wichtiger Punkt hinzu, nämlich dem sich daraus ergebenden erweiterten Tarifwechselrecht.

Wie können Versicherte das erweiterte Tarifwechselrecht für sich nutzen?
Versicherte können bei bestehendem Versicherungsverhältnis von ihrem Versicherer verlangen, dass dieser Anträge auf Wechsel in andere Tarife mit gleichartigem Versicherungsschutz unter Anrechnung der aus dem Vertrag erworbenen Rechte und Altersrückstellungen annimmt (Paragraf 204 VVG). Dies jedoch nicht immer ohne Risikoprüfung. Durch die sich aus der Fusion der zwei Unternehmen ergebende viel größere (historische) Tarifpalette ergibt sich für die Versicherten auch eine größere Vielzahl an Wechseloptionen. Wenn die Vertragswerke des hinzukommenden Versicherers dann noch eine qualitativ höhere Leistung beinhalten, kann dies für den Versicherten ein großer Gewinn sein. Aber auch unter Beitragsaspekten bieten viel mehr Tarifalternativen eine zusätzliche Chance den Beitrag zu optimieren.

Es lohnt sich also von einem Experten beraten zu werden.

 

Experte für Kranken- und Berufsunfähigkeitversicherung
Torsten Priesemann

 

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