Rund um’s Darlehen (1) – was kann ich mir leisten?


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Auch wenn manchmal der Wunsch dominiert: Ich brauche Geld, koste es was es wolle, fĂĽhrt diese Betrachtungsweise selten zum gewĂĽnschten Resultat. Erfolg versprechender sind diese Ăśberlegungen:

  • was kann ich mir leisten
  • was will ich mir leisten
  • wie sieht mein Geld-(sprich: Darlehens-)geber das

An dieser Stelle können natürlich nur grundsätzliche Überlegungen und weniger Sonderfälle betrachtet werden. Wir fangen mit der letzten Fragestellung an:

Wie sieht ein potentieller Darlehensgeber meine (finanzielle) Situation?

Denn dessen Sicht gibt letztendlich den Ausschlag. Ob und wie dieser Ansatz zu den eigenen Vorstellungen passt, prüfen wir später.

Hilfreich ist zunächst nachfolgende kleine Tabelle. Sie dient uns als Ausgangsbasis:

Für einen ersten Überblick runden wir die jeweiligen Einnahmen (bei Erfordernis) leicht ab, aber die Ausgaben leicht auf (also eher die "ungünstige" Variante). Urlaubs- und Weihnachtsgeld, kleinere Nebeneinkünfte u.ä., lassen wir zunächst weg.

Für die Lebenshaltungskosten setzen die meisten Banken Pauschalen an. Für einen Single-Haushalt sind derzeit 600 bis 800 Euro üblich. Für jedes weitere Familienmitglied werden 200 Euro addiert. (Kleinere Vierbeiner können unberücksichtigt bleiben).

Eingeschlossen sind Essen, Trinken, Bekleidung, Urlaub, Kultur, Versicherungen (soweit nicht Zahlungsverpflichtung), Strom u.ä.

Für die Bewirtschaftungskosten wird meist ebenfalls eine Pauschale angesetzt (aktuell etwa 3,50 EUR pro m²). Eingeschlossen sind Heizung, Wasser, Gebäudeversicherung, Grundsteuer, Instandhaltungsrücklage u.ä.

Unter Darlehen tragen wir die Summe aller Zahlungsverpflichtungen fĂĽr bestehende Kredite ein.

Die Private Krankenversicherung tragen wir ein, wenn es sich um eine Vollversicherung anstelle der gesetzlichen handelt.

Unterhalt tragen wir ein, wenn es sich um eine Zahlungsverpflichtung handelt. Falls freiwillig ein Betrag z.B. an studierende Kinder gezahlt wird, setzen wir diesen in Klammer - wichtig ist ja, dass auch unsere Rechnung aufgeht. Gleiches gilt fĂĽr Lebens-/Rentenversicherung und Bausparen. Zahlungsverpflichtungen mĂĽssen wir angeben. Die freiwilligen Zahlungen sind fĂĽr unsere private Rechnung wichtig.

Bilden wir nun die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben, erhalten wir einen Betrag, der fĂĽr ein weiteres Darlehen (zumindest theoretisch) zur VerfĂĽgung stĂĽnde.

 

Ihr Dr. Dietmar MĂĽller

 

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