Was tun bei einer Beitragsanpassung in der PKV?


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Als erstes Ruhe bewahren und nicht in Panik verfallen. Eine Beitragsanpassung ist schlieĂźlich ein ganz normaler Vorgang.

Als nächstes sollte man nach den Ursachen Fragen. Dazu liefern die Versicherer in ihrem Schreiben oft bereits die Antwort. Doch sind die für den Laien nicht immer verständlich. Hierzu sollte man einen Experten konsultieren, um Antworten zu bekommen.

Hier ein paar Gründe, warum die PKV die Beiträge anpasst:

1. Höhere Schadenaufwendungen sind der erste Grund, so wie in anderen Versicherungssparten auch.
2. Ă„nderung der der Rechnungsgrundlagen, wobei hier unterschieden werden muss zwischen
2.1. neuer Sterbetafeln, die aufgrund längerer Lebenserwartung eingeführt werden.
2.2. neuen Rechnungszinsen, die aufgrund veränderter Kapitalmarktzinsen angewandt werden.
3. Anpassung der Tarifbedingungen aufgrund nicht nur vorrübergehender gesetzlicher Veränderungen oder geänderter Rechtsprechung (Beispiel Pflegeversicherung oder Krankentagegeld)

Lediglich die Punkte 1. und 2.2. sind unternehmensindividuell, d.h. sie sind Ergebnis unternehmerischen Handelns.

Wenn nun die Beitragsanpassung besonders hoch ausfallen sollte, lohnt es sich darauf zu reagieren. Entweder durch:

1. Ă„nderung des Versicherungsumfangs
2. Ă„nderung des tariflichen Selbstbehalts
3. Wechsel des Versicherers

Bei den Punkten 1 und 3 sollte man jedoch vorsichtig sein und zusammen mit einem unabhängigen Experten das Vorgehen besprechen. Die Versicherer kommen ihrer Pflicht einer umfassenden Beratung leider oft viel zu wenig nach, entweder aus Unvermögen oder Personalmangel. Der Tarifwechsel birgt Risiken in sich, indem in Zukunft erhebliche Kostenrisiken im Versicherungsfall drohen. Billigere Tarife haben meist weniger Leistungen, , oft versteckt als Fallstricke in den Versicherungsbedingungen.

Ein Wechsel des Versicherers kann von Vorteil sein, muss aber nicht. Denn je nach Alter des Vorvertrags können folgende Nachteile entstehen:

1. Verlust der AltersrĂĽckstellungen
2. Berechnung des Tarifes nicht mehr geschlechtsspezifisch (Bisex, Unisex)
3. Kein Zugang zum Standardtarif mehr möglich
4. Geschönter und unrealistischer Rechnungszins mit langfristigen Auswirkungen
5. Schlechtere Musterbedingungen (Teil II) Folge: LeistungslĂĽcken in der gesamten zukĂĽnftigen Tarifpalette.

Melden Sie sich bei Bedarf bei Ihrem PKV Spezialisten.

 

Experte für Kranken- und Berufsunfähigkeitversicherung
Torsten Priesemann

 

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